Workshop "Towards Pro-Adaptivity in Human-Computer-Interaction" auf der Mensch und Computer 2026

Von links: Hafsa Ashfaque, Edwin Naroska, André Frank Krause, Kyra Kannen, Felix Bergmann, Thomas Nitsche, Robin Grashof, Dominik Hofer, Imamul Ahsan. Bildlizenz: CC BY-SA 4.0 ZAT-Team. Die Bilder sind honorarfrei unter Nennung des Bildnachweises verwendbar.

Workshop: “Towards Pro-Adaptivity in Human-Computer-Interaction” auf der Mensch und Computer 2026

Am Sonntag, den 30. August 2026, richteten wir im Rahmen der Mensch und Computer 2026 den ganztägigen Workshop “Towards Pro-Adaptivity in Human-Computer-Interaction” aus. Forschende aus Psychologie, Kommunikationswissenschaft, Informatik und HCI hörten und diskutierten spannende Vorträge aus verschiedenen Bereichen rund um adaptive und pro-adaptive Technologien.

Worum ging es?

Im Zentrum des Workshops stand ein Stufenmodell der Anpassungsfähigkeit technischer Systeme, von statischen Systemen (L1) bis hin zu pro-adaptiven Systemen (L5). Pro-adaptive Systeme zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich nicht nur an aktuelle Nutzer:innenbedürfnisse anpassen, sondern zukünftige Bedürfnisse anhand vergangener und aktueller Sensordaten antizipieren. Der Workshop bot Raum für Demonstrationen, Vorträge und Work-in-Progress-Beiträge zu diesem Themenfeld.

Organisiert wurde der Workshop von unseren ZAT Rhein-Ruhr Mitgliedern: Prof. Dr. Karola Pitsch, Felix Bergmann (Universität Duisburg-Essen), Dr. André Frank Krause, Dr. Kyra Kannen (Hochschule Rhein-Waal), sowie Robin Grashof und Prof. Dr. Thomas Nitsche (Hochschule Niederrhein).

Programm

Der Tag begann um 11:00 Uhr mit der Eröffnung, gefolgt von der Keynote „Pro-Adaptivity in Human-Computer-Interaction" von Dr. Kyra Kannen und Dr. André F. Krause, die den konzeptionellen Rahmen für den weiteren Tag steckte. Im Anschluss stellte Dominik Hofer (Human-Computer Interaction, LMU München) mit „Beyond Ability: A Relational Axis for (Pro-)Adaptive Technology" einen erweiterten Vortrag vor, bevor eine gemeinsame Diskussion zur Konzeptualisierung von (Pro-)Adaptivität in der HCI den Vormittag abschloss.

Nach der Mittagspause folgten am Nachmittag sechs Fachvorträge zu einer thematisch breiten Auswahl an Anwendungen:

  • Felix Bergmann (UDE): „Identifying Dimensions for a Community-Based Systematics of Assistive Technology"
  • Robin Grashof (HSNR): „Technology Acceptance in Pro-Adaptive Cognitive Assistive Technology"
  • Hafsa Ashfaque (HSRW): „ADHD by Design: Expert Co-Design and Prototype Development"
  • Imamul Ahsan (TU Chemnitz): „Toward Adaptive Human-Robot Interaction"
  • Edwin Naroska (HSNR): „KIDAG: Runtime-Guided End-User Development of Adaptive AI Pipelines"
  • Thomas Nitsche (HSNR): „Gesture Recognition for Vending Machines"

Zwischen den Vorträgen sorgte eine Kaffeepause für Gelegenheit zum informellen Austausch.

Der Workshop hat gezeigt, wie vielfältig das Feld der (pro-)adaptiven Technologien bereits bearbeitet wird, von assistiven Systemen über Mensch-Roboter-Interaktion bis hin zu adaptiven KI-Pipelines. Gleichzeitig wurde in der abschließenden Diskussion deutlich, dass Forschung und Entwicklung pro-adaptiver Systeme noch ganz am Anfang stehen: Von einem gemeinsamen konzeptionellen Verständnis über die zuverlässige Antizipation zukünftiger Nutzer:innenbedürfnisse bis hin zu Fragen der Technikakzeptanz und Umsetzbarkeit bleiben noch viele Herausforderungen zu bewältigen. Der Workshop hat diese offenen Fragen sichtbar gemacht und eine gute Grundlage für die weitere Arbeit an dem Thema geschaffen. Die eingereichten Beiträge werden in der GI Digital Library veröffentlicht. Wir bedanken uns bei allen Referent:innen und Teilnehmenden für den anregenden Austausch und freuen uns auf die Fortsetzung des Themas.

Impressionen vom Workshop:

André F. Krause. Bildlizenz: CC BY-SA 4.0 ZAT-Team. Die Bilder sind honorarfrei unter Nennung des Bildnachweises verwendbar.

Robin Grashof. Bildlizenz: CC BY-SA 4.0 ZAT-Team. Die Bilder sind honorarfrei unter Nennung des Bildnachweises verwendbar.

Edwin Naroska. Bildlizenz: CC BY-SA 4.0 ZAT-Team. Die Bilder sind honorarfrei unter Nennung des Bildnachweises verwendbar.